Über mich – Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie & Supervisorin

Ich bin Dr. Christiane Winter, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie mit psychodynamischer Ausrichtung. Seit vielen Jahren arbeite ich mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in therapeutischen, psychosozialen und institutionellen Kontexten – im Einzelsetting ebenso wie mit Gruppen und professionellen Teams.
Im Zentrum meiner Arbeit steht das Verstehen von Beziehungen, inneren Dynamiken und den oft unbewussten Prozessen, die professionelles Handeln prägen. Mich interessiert nicht nur, was geschieht, sondern wie und warum es geschieht – insbesondere dort, wo Belastung, Verantwortung und Beziehungsgestaltung aufeinandertreffen.
In meiner Arbeit lege ich großen Wert auf eine Atmosphäre von Präsenz, Ruhe und Offenheit, in der auch schwierige Themen ihren Platz haben und gemeinsam tragfähig bearbeitet werden können.
Diese Haltung bildet die Grundlage meiner therapeutischen Arbeit ebenso wie meiner Tätigkeit in Supervision, Lehre und Fortbildung.
Beruflicher Weg und fachliche Verankerung
Mein beruflicher Werdegang verbindet klinische Praxis, psychotherapeutische Arbeit, wissenschaftliche Auseinandersetzung und langjährige Erfahrung in der Begleitung von Gruppen. Neben meiner ärztlich-psychotherapeutischen Tätigkeit habe ich über viele Jahre in der universitären Lehre gearbeitet und als Lehrkoordinatorin am Lehrstuhl für Allgemeinmedizin der Universität Leipzig Gruppen angeleitet, begleitet und didaktisch verantwortet.
Ein besonderer Schwerpunkt meines fachlichen Interesses liegt im Verstehen von Stress- und Belastungsprozessen, emotionaler Regulation sowie deren Auswirkungen auf Verhalten,
Beziehungsgestaltung und professionelles Handeln. Diese Themen haben mich sowohl wissenschaftlich als auch praktisch über viele Jahre begleitet und fließen heute selbstverständlich in meine Arbeit mit Einzelpersonen, Teams und Gruppen ein.
Durch meine kontinuierliche klinische Tätigkeit bleibe ich nah an den realen Anforderungen, Spannungen und Belastungen professioneller Arbeit – insbesondere im Kontext von psychosozialer Versorgung, therapeutischer Begleitung und institutioneller Verantwortung.
Fachliche Schwerpunkte & Kompetenzen
- Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
(psychodynamische Ausrichtung) - Langjährige Erfahrung in der Begleitung von Gruppen, Teams und Einzelpersonen
- Traumatherapie, traumasensibles Arbeiten, EMDR
- Psychodynamische Gruppenarbeit und Seminartätigkeit
(u. a. als Referentin und Gruppenleiterin der Deutschen Balintgesellschaft) - Supervision und Fallsupervision in psychosozialen, pädagogischen und therapeutischen Arbeitsfeldern
- Kinderschutz in der Medizin und psychosoziale Arbeit mit belasteten Kindern, Jugendlichen und Familien
- Stress- und Belastungsdynamiken, emotionale Selbstregulation
- Leitung von Seminaren, Workshops und Lehrgruppen
- Lehrkoordinatorin an der Universität Leipzig (Lehrstuhl für Allgemeinmedizin)
Therapeutische und traumasensible Kompetenz
Meine Arbeit ist psychodynamisch fundiert und traumasensibel ausgerichtet. Ich verfüge über umfangreiche Weiterbildungen und Erfahrung in der Traumatherapie, unter anderem mit EMDR, sowie in der Arbeit mit Menschen, die unter akuten oder chronischen Belastungen stehen.
Ein weiterer Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt im Kinderschutz in der Medizin sowie in der psychosozialen Arbeit mit belasteten Kindern, Jugendlichen und deren Familien. Die Auseinandersetzung mit komplexen familiären Situationen, mit Gefährdungslagen und mit institutioneller Verantwortung prägt meinen Blick auf professionelle Rollen und Handlungsspielräume.
Diese Erfahrung ermöglicht mir, die Herausforderungen pädagogischer, therapeutischer und psychosozialer Arbeitsfelder nicht nur theoretisch, sondern aus der Praxis heraus nachzuvollziehen – und sie in der Supervision differenziert, realitätsnah und respektvoll zu reflektieren.
Arbeit mit Gruppen, Teams und professionellen Rollen
Ich arbeite seit vielen Jahren mit Gruppen in unterschiedlichen Formaten: in therapeutischen Settings, in der Lehre, in Fort- und Weiterbildungen sowie in der Begleitung professioneller Teams. Dabei habe ich umfassende Erfahrung mit gruppendynamischen Prozessen, mit Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomenen sowie mit den Spannungen, die sich in Teams und Institutionen zeigen.
Als Referentin und Gruppenleiterin, unter anderem im Rahmen der Deutschen Balintgesellschaft, habe ich über viele Jahre Seminargruppen begleitet. Die Arbeit in diesen Settings hat meine Sensibilität für das Zusammenspiel von professioneller Rolle, innerem Erleben und institutionellem Kontext weiter vertieft.
In der Supervision verbinde ich psychodynamisches Verstehen mit Klarheit und Struktur. Ich achte auf das, was gesagt wird – und ebenso auf das, was zwischen den Beteiligten spürbar wird. Emotionale Reaktionen und gruppenbezogene Prozesse werden nicht bewertet, sondern als wertvolle Hinweise auf berufliche Wirklichkeit verstanden.
Wofür ich stehe
- Psychodynamisches und traumasensibles Verstehen
Mit Blick auf unbewusste Prozesse, Beziehungsmuster und innere Dynamiken. - Klarheit und Struktur
Orientierung geben, auch bei komplexen, widersprüchlichen oder emotional belastenden Themen. - Feinfühligkeit und professionelle Präsenz
Spannungen, Ambivalenzen und Zwischentöne wahrnehmen und einordnen. - Entwicklung ermöglichen
Supervision als offenen, tragfähigen Prozess verstehen – nicht als schnelle Lösung, sondern als Raum für Reflexion, Entlastung und Wachstum.
Ich bin überzeugt, dass Menschen, die professionell mit anderen arbeiten, verlässliche Orte der Reflexion brauchen: zur Klärung, zur Stärkung und zur Weiterentwicklung. Nicht nur in Krisenzeiten, sondern als kontinuierliche Praxis, die fachliches Handeln, persönliche Haltung und Beziehungsgestaltung miteinander verbindet.

Dr. med. Christiane Dorothee Winter